Essere un vero leader

Essere un vero leader, può essere simbolicamente paragonato come ad un impegno a voler fare qualche cosa di grandioso al di sopra della propria persona.

Be a true leader symbolize a comittment to something greating than yourself.

Sono parole che mi sono uscite spontaneamente, riflettendo sulle responsabilità di un leader. Un Leader informale è così una persona che si impegna con tutte le sue forze al raggiungimento di obiettivi, magari anche impensabili. Una persona dunque, che con il proprio esempio, sa trascinare, motivare e condurre persone al superamento dei propri limiti.

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Questo leader dunque non agisce per soddisfare primariamente i propri bisogni, bensì agisce per il bene collettivo. Essere un leader, un vero leader è dunque una grande responsabilità

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Nach längerem Einsatz als Ausbilder Stufe FLG II und SLG I wird ein Fazit gezogen. Es geht um Erkenntnisse zu den Themen: Angst und Respekt der Berufsoffiziere vor dieser Herausforderung; Erwartungen der Milizoffiziere gegenüber dem Gruppenchef; Zwang beziehungsweise Bewusstsein der stetigen persönlichen Weiterbildung; gesellschaftlicher Wertewandel als wichtigster Faktor für unsere Milizoffiziere. AM

Mythos? Es gibt keinen Mythos. Der Einsatz als Gruppenchef kann eine sehr dankbare Aufgabe sein. Gruppenchefs sind keine Besserwisser, sondern erfahrene Ausbilder mit dem Ziel, angehende Milizoffiziere für ihre nächsten Aufgaben erfolgreich vorzubereiten. Die Kaderlaufbahn bietet die einmalige Chance, sich militärisch weiterzubilden und das erworbene Know-how auch in den zivilen Bereich zu transferieren. Im folgenden Artikel werde ich versuchen, zwischen dem Blickwinkel des Berufsoffiziers und demjenigen des Teilnehmers zu “jonglieren“.

Nach viereinhalb Jahren als Gruppenchef und als Teamleader im Kommando FLG II / SLG I an der Zentralschule erlangte ich genug Einblick, um über die Rolle eines Gruppenchefs reden zu können. Da die Gefahr besteht, den Leser mit einem eher trockenen Thema zu langweilen, greife ich bewusst auf meine persönlichen Erfahrungen als Mensch, als Offizier und engagierter Ausbilder zurück. Es kann auch passieren, dass Sie meine Meinung nicht unbedingt teilen. Das kann aber durchaus spannend sein.

Ich ermutige all meine jungen Kameraden, einmal hierher nach Luzern zu kommen. Wie wir später sehen werden, hat das aber seinen Preis. Das Privileg, Stabsoffiziere, angehende Kommandanten oder Generalstabsoffizier-Anwärter auszubilden, ist unglaublich faszinierend und fordernd.

Ein Streitgedanke

Während meiner Einsatzperiode konnte ich knapp 30 Klassen führen, begleiten und steuern. Zudem hatte ich Einsätze im Of LG und FLG I, ja ich konnte sogar Stäbe am FIS-Heer ausbilden. Das Kerngeschäft blieb aber beim FLG II und SLG I. Das Lehrgangskommando ist das Kompetenzzentrum im Bereich Prozesse, uns bestens bekannt als “5+2“ inklusive Lageverfolgung (Führungstätigkeiten). Nicht zu vergessen ist, dass die gelehrte Taktik für alle gilt und auch alles enthält, inklusive Logistik und Führungsunterstützung. Die Milizoffiziere aller Truppen kommen nach Luzern. Zu behaupten, dass die Zentralschule eine wichtige Drehscheibe sei, ist sicher nicht übertrieben.

Es gab nie einen Kurs, bei dem nicht auch ich vom Ausbildungsstoff oder von den Teilnehmern etwas zusätzlich gelernt habe – eine perfekte Win-Win-Situation also. In den vergangenen Jahren durfte ich verschiedene Teilnehmer aus der X-Generation bis zur Y-Generation kennenlernen. Ich musste mich an die neuen Erwartungen gewöhnen und auch anpassen. Die Periode war (leider) auch von einem grossen Turn-Over des Berufspersonals geprägt.

Die Milizoffiziere müssen Gruppenchefs vorfinden, die nicht die Tage zählen, um auf der Karriereleiter weiter zu steigen, sondern die als wahre Beispiele wahrgenommen werden. Stabilität ist die Basis der Innovation und der Agilität. Ständige Unruhen oder ständiges Leben in einer Krisensituation schadet jeder Organisation. Auch der Lehrkörper braucht Stabilität. Neben den Kursen ist entscheidend, wie wir als Ausbilder die Möglichkeit nutzen, uns zu reflektieren und weiterzubilden – zu Gunsten der Teilnehmer, uns selber und des Systems Armee.

Die Rolle eines Gruppenchefs

Die folgende Abbildung zeigt dem Leser die Erwartungen meines damaligen Kommandanten ZS und heutigen Kommandanten HKA, Divisionär Daniel Keller.

Gruppenchef an der ZS: Rollenverständnis und Erwartungen | Grafik: Kdo ZS

Er fordert, dass das Rollenverständnis eines Gruppenchefs an der Zentralschule nachvollziehbar sein und dies zwingend dem Umfeld mitgeteilt werden muss. Auf der “gelben Ebene“ hat der Gruppenchef in den verschiedensten Rollen sinnvolle und herausfordernde Lehrgänge und Kurse sicherzustellen. Die “grüne Ebene“ (oder auch die Enabler-Ebene) zeigt die Fähigkeiten, die im Rahmen der Kadervorkurse und Nachbereitungswochen nötig sind, damit die Lehrgänge und Kurse erfolgreich durchgeführt werden können. Dazu gehört eben auch, dass sich ein Gruppenchef in seinem Fachbereich sowie in seiner militärischen Herkunft fit hält und auch selber Truppendienst leistet.

Auf diese Handlungsrichtlinien folgen ein paar Gedanken, die von meinen Erfahrungen und Überzeugungen geprägt sind. Berufsoffiziere haben alle dieselbe Ausbildung, es eignen sich aber nicht zwingend alle als Ausbilder. Meiner Meinung nach sollte sich das Berufspersonal dieses Punktes verstärkt bewusst sein. Wir Ausbilder sollten eigentlich “geborene Leader“ und geschickte Methodiker sein und andere mitreissen können. Wir sollen begeistern und motivieren, mit Worten und Taten Vorbilder sein. Grundwerte wie Loyalität und Integrität verstehen sich von selbst.

Als moderne Ausbildner müssen wir die VUCA-Welt (siehe meinen Artikel ASMZ 10/2016, S. 32ff) beherrschen und uns bewusst sein, dass die laufende Weiterbildung eine Selbstverständlichkeit ist. Man sollte sich nicht immer fragen, was der Arbeitgeber einem bieten kann, sondern selber die Chancen packen und sich stetig selber weiterbilden. Fachkenntnisse in Bezug auf Taktik, Konzepte, Reglemente und Trends sowie die generelle gesellschaftliche Entwicklung sind dabei wichtige Faktoren. Ausbilder haben mit Menschen (den Milizoffizieren) zu tun. Wir müssen Menschen kennen und mögen, damit wir diese auch wirksam führen, ausbilden und coachen sowie ihr Vertrauen gewinnen können. Die Zentralschule braucht Ausbilder, die mit Leib und Seele hinter der Milizarmee stehen. Der Auftrag, den man als Berufsoffizier im Kdo FLG II / SLG I hat, besteht darin, unsere Leistungen für die Miliz zu erbringen. Zusammengefasst: Als Ausbilder gehen wir voran. Wir sind Vorbilder, die Werte und konkrete Beispiele vermitteln.

Die Erwartungen an die Milizoffiziere

Vorher habe ich versucht, aufzuzeigen, was ein Milizoffizier von uns Ausbildern erwarten kann. Nun erlaube ich mir, auch die Erwartungen, die an künftige Teilnehmer gestellt werden, zu formulieren. Dazu stelle ich vorab eine Frage: “Bringen Sie als Milizoffizier die nötigen Fähigkeiten (und auch Motivation) mit, um die Kurse erfolgreich zu absolvieren?“

Als Stabsoffizier müssen Sie bereit sein, die VUCA-Welt zu beherrschen. Es gibt selten ein richtiges oder falsches Vorgehen. Die Probleme können auf verschiedene Art, in unterschiedlicher Qualität sowie in individueller Form erledigt werden. Das Lehrgangskommando bietet Ihnen kompetente Ausbilder, eine moderne Lernplattform und die Möglichkeit, Fehler zu machen, um Erfahrungen zu sammeln. Sie müssen sich auf diese Ausbildung jedoch gründlich und seriös vorbereiten. Es ist mir bewusst, dass dies gewöhnlich mit Abendarbeit verbunden ist. Wir sind aber Offiziere. Wir leisten mehr.

Also erwarten wir Teilnehmer, die vorbereitet sind, welche die minimalen Anforderungen erfüllen und bereit sind, aktiv mitzumachen. Nur so können Sie vom System profitieren – und auch der Transfer in das zivile (Berufs-) Leben wird einfacher und erfolgreicher. Wenn Sie nicht bereit sind, schaden Sie kurzfristig den anderen Teilnehmern und langfristig unseren Unterstellten. Machen Sie also mit!

Die persönliche Umsetzung

Als Logistiker und Ausbilder im FLG II/ SLG I war es nicht nur meine Aufgabe, meine militärische Herkunft zu wahren, sondern auch meine neuen Prioritäten, nämlich die Taktik und alle möglichen Facetten des modernen Kampfes und der Einsätze, zu verinnerlichen. Ich sage immer, dass ich nicht der Beste bin. Ich lerne jeden Tag und versuche, aus Fehlern zu lernen. In diesen viereinhalb Jahren habe ich selbstverständlich auch Fehler gemacht.

Um meine Stärken zu fördern und meine Lücken möglichst zu schliessen, nahm ich mir die Zeit, Reglemente, Fachbücher und Artikel zu lesen. Ich habe themenbezogene Artikel geschrieben und immer versucht, mich während des Kadervorkurses und in den Nachbearbeitungswochen mit anderen Ansichten auseinanderzusetzen. Ich habe nicht nur die Meinungen meiner Vorgesetzten, sondern auch die Stimmen und Bemerkungen meiner Teilnehmer beachtet.

Als Gruppenchef wollen wir den Milizoffizieren (positive) Bilder vermitteln. Nebst der Lehrfreiheit, die wir geniessen, müssen wir Verbindlichkeit und Durchgängigkeit sicherstellen. Das ist nur mit einer guten Führung und einem gesunden Umfeld möglich!

Alle Ausbilder sind auch Milizoffiziere. Als Gruppenchef durfte ich mehrere Übungen als Bataillonskommandant gestalten. Ich habe an mehreren Stabstrainings teilgenommen. Ergänzt wurden meine Tätigkeiten in der Miliz, als ich noch VTU oder SRU vorbereitet und durchgeführt hatte. Als Gruppenchef und als Offizier konnte ich im Bereich “Stabsarbeit“ viel profitieren. In dieser Zeit konnte ich mich auch dank Vorgesetzten, Kollegen und Teilnehmern als Person und Ausbilder stark verbessern.

Fazit

Die Zentralschule ist eine Drehscheibe der Armee. Alle geborenen Ausbilder sollten bei der persönlichen Karriereplanung den Einsatz an der Zentralschule einbeziehen. Unmotivierte Ausbilder haben auf diesem Niveau nichts zu suchen. Alle, die bereit sind, sich kontinuierlich weiterzubilden, sich zu verbessern und die nötige Portion Motivation, Elan und Führungsstärke mitbringen, sind die richtigen Personen für diesen Job als Gruppenchef. Nur auf dieser Basis werden sie Ausbilder, die Verantwortung nicht nur haben, sondern auch leben, indem sie den benediktinischen Grundsatz “Selbstachtung, Achtung des anderen und Achtung des Umfeldes“ respektieren.

Ich hoffe, dass Sie als Milizoffiziere die Plattform der Zentralschule als eine moderne Organisation effizient und effektiv nutzen werden. Wir haben selbstverständlich auch Erwartungen an Sie. Seien Sie offen für Neues, neugierig und fragen Sie sich immer wieder, welchen Beitrag Sie zur Problemlösung leisten können! Anselm Grün (Schriftsteller) sagt: “Wer sich nicht selber führen kann, wird kaum in der Lage sein, andere zu führen.“ Das gilt für alle, und zwar für Ausbilder und Teilnehmer.

Das ist ein publizierter Beitrag für die grösste schweizerische Militärzeitschrift der Schweiz (Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift (ASMZ), Mai 2017, No 5, S. 38-39)

Dieser Beitrag ist auch auf LinkedIn zu lesen … und auch zu kommentieren.

Download Artikel in pdf: ASMZ_05_2017_Seite 38-39

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Was ich heute meinen geschätzten Lesern vorstelle, ist ein sehr interessanter, spannender und realitätsnaher Artikel der über die Notwendigkeit eines konkreten und effektiven Trainings im Logistikbereich erzählt. Selbstverständlich ist der Inhalt den Schweizer Verhältnissen und Organisationsstruktur anzupassen, obwohl die Grundgedanken auch bei uns passen würden.

Aber. Ja, es gibt ein einfaches Aber. Dieser Artikel wird wahrscheinlich von wenigen Leuten gelesen werden. Zwei Gründe zur These: Der erste Grund ist, dass der Inhalt über die Logistik spricht (ok, wahrscheinlich werden ein paar Logistiker sicher die Mühe machen den Artikel zu lesen, und eventuell auch ein paar Kombattanten). Der zweite Grund ist, weil der Text durch einen Hauptmann verfasst worden ist. Selbst wenn es ein Major oder sogar ein Oberstleutnant wäre, besteht das reale Risiko nicht ernst genommen zu werden („er hat zu viel Zeit“ oder „er muss an seiner Stufe denken“). Wenn der gleiche Artikel durch ein HSO der Schweizer Armee geschrieben würde, hätte er sicher mehr Likes erhalten. Von meiner Seite her, habe ich den Artikel mit sehr grossem Interesse gelesen.

Aussage 1

Der Inhalt zeigt dem Leser die Wichtigkeit, nicht nur über die Logistik zu reden, sondern auch die Logistik in den Kampfübungen zu testen: Damit meine ich, konkret zu üben. Dieser Gedanke, gilt meiner Meinung nach sowohl für die praktischen Übungen im Gelände, als auch für die Simulationen.

If a convoy is attacked and the observer-coach/trainer assesses that one fuel truck and one palletized load system carrying meals ready-to-eat have been destroyed, then why allow the resupply to continue to its destination? If that destruction were reality, then the logistics planners would have to work together to develop a resupply plan.

Das Zitat aus dem Artikel zeigt klar, wie wir konkreter und effektiver während der Übungen unsere Vorgaben umsetzen können. Die Probleme im Logistik Bereich, sind auch Probleme einer Aktionsplanung, oder besser gesagt der Lageverfolgung. Wenn Knappheiten in den Ns Klassen aufgedeckt werden und der Nachschub aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, soll der S3 oder die Truppe zwingend mit dem Problem betraut gemacht werden; Konkret ein Delta feststellen und eine Lösung erarbeiten. Häufig beschränken wir uns zu stark auf die taktisch kämpfenden Elemente. Ach, die Logistik ist selbstverständlich (sagen die Besserwissen).

Weiter zeigt der Artikel auch die – bei uns auch ein Thema – Schwierigkeiten bezüglich der Sicherheit.

Aussage 2

Somit habe ich nicht gesagt, dass bei uns alles falsch ist. Im Gegensatz wir leisten gute Arbeit. Was ich persönlich anstrebe, ist ein verstärkter Fokus der Logistik bezüglich den Übungen. Eine Reorganisation ist quasi eine rein logistische Angelegenheit der Einsatzlogistik und der Basis, während ein logistisches Problem, anlässlich einer laufenden Operation, auf alle Bereiche der Truppenkörper übergreift. Dort müssen wir den Fokus positionieren. Wenn wir eine Einsatzübung machen, müssen wir auch kohärent die Logistik berücksichtigen. Wenn 10 Panzer out sind, wenn ein Konvoy vernichtet ist. Und wenn das Mittagessen nicht vorhanden ist, weil dieses im Konvoy war … eben … es wird leider nicht um punkt 1200 gegessen, sondern man greift auf die Notrationen zurück (wenn diese überhaupt vorhanden sind).

Und nun hier der Link zum Artikel: Protecting the tail of the tiger: Reshaping the way we train logistics

Beitragsbild: Rappazzo Alessandro| Source: FDT 2012, Spit Bat 5 | CCO License
Grafik: rappazzo.org

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Vorsprung durch Leadership

Modernes Leadership in der Armee

Miles-Verlag
ISBN 978-3-945861-49-3, März 2017

Verkauf auf amazon

Das Buch setzt sich mit dem aktuellen und zukünftigen Leadership auseinander. In dessen Mittelpunkt steht der Mensch und die Frage nach dem Warum.

Der Autor zeigt innovative Ansätze und moderne Methoden auf, damit junge Führungskräfte von heute erfolgreiche Leader von morgen werden.

Das Buch behandelt folgende sechs Thesen:

  1. Zur Erreichung einer höheren Leistungsfähigkeit ist eine nachhaltige Sinnvermittlung zwingend.
  2. Die Leistungsfähigkeit profitiert von der militärisch-zivilen Vereinbarkeit.
  3. Verständnis der Menschen-Generation ist ein Erfolgsfaktor zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft.
  4. Die Technologisierung der Gesellschaft hat Konsequenzen auf das Leadership.
  5. Das Beherrschen der VUCA-Welt ist eine unverzichtbare Fähigkeit des Leaderships in der Zukunft.
  6. Die Auftragstaktik hat seine Berechtigung in einer komplexen und modernen Gesellschaft.

Der Autor kombiniert eine fundierte Literatur mit aktuellem Forschungshintergrund und seiner persönlichen Führungserfahrung. Damit zeigt er Führungskräften Verbesserungsmöglichkeiten im zivilen und militärischen Leadership auf.

 

Beitragsbild: Alessandro Rappazzo | Source: rappazzo.org | CCO License

Grafik: rappazzo.org

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Ein Blick in eine mögliche Zukunft. Gedanken, am Rand der digitaler Revolution

Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges rückte die französische Armee mit ausgeprägten rotfarbigen Uniformen vor. Bereits nach den ersten Kämpfen merkte man, dass die bis jetzt sichtbaren Uniformen ein klarer Nachteil waren. Die Uniformen wurden bald ersetzt.

Moral der Geschichte: Wer die Zeichen der Zukunft ablehnt, hat seinen Job nicht gemacht.

AmatVictoria

Vernetzung und Planungsarbeit

Die zunehmende Vielfältigkeit der Operationen bzw. militärischen Aktionen, bei der die Gefahr durch die Hybridität durch die Digitalisierung der Gesellschaft und des Gefechtsfeldes komplexer ausprägt ist, führt zu einer angepassten bzw. anderen Betrachtungsweise bezüglich des Einbezugs der Logistik und der Führungsunterstützung.

Das klassische Vorgehen der Aktionsplanung hat sich durch all die Jahre bewährt, wenn die klassische Bedrohung durch zwei Fronten – uns besser als ROT und BLAU bekannt – gegeben ist und Technik eine primordiale Rolle spielt.

Bis zum Ende des Kalten Krieges genügte die Absprache zwischen dem Taktiker und den unterstützenden Diensten, um eine Planung zu konzipieren. In den letzten Jahren wird aufgrund der modernen Technik und der brisanten Rolle der Digitalisierung resp. durch die Vernetzung der Gesellschaft und konsequenterweise der militärischen Strukturen eine vertiefte Integration der unterstützenden Aspekte im taktischen Denken vor der Konzeptphase nötig. Konkret heisst dies, dass Vorentscheidungen, sei es in Form von Handlungsrichtlinien, sei es in Form eines Teilkonzepts, notwendig sind.

Lassen wir uns vom folgenden Motto leiten: „The best way to predict the future is to invent it“ (Alan Kay).

PredictFuture

Ein guter Stab und ein bedachter Kommandant überprüfen die Taktik an den Aspekten der Logistik und der Unterstützung. Der Unterschied zwischen gestern und heute ist die starke und unabdingbare Abhängigkeit vom Netzwerkdenken und der technischen Umsetzung. In der Vergangenheit war es einfacher, die Logistik und die Führungsunterstützung in der Konzeptphase an die Bedürfnisse der Taktik anzupassen. Das Prinzip der Logistik und FU dient heute dazu, mittels Digitalisierung des Gefechtsfelds und einer kontinuierlichen Anpassung aufgrund von Planungsfehlern eine Aktion zu beeinflussen. Die Logistik und die Führungsunterstützung sind immer da, um Wünsche zu erfüllen. Wunder bleiben aber dennoch ausgeschlossen.

Der Irrtum

In der Aus- und Weiterbildung ist ein besonderer Akzent immer auf die Taktik gerichtet. Es soll auch künftig so sein. Man geht davon aus, dass der Rest (was auch immer das ist) selbstverständlich ist. Das ist ein purer Irrtum. Die Betrachtung des Wortes Taktik ist diesbezüglich neu durchzudenken (wenn Puristen der Taktik hier am Lesen sind) oder anzupassen (wenn Neulinge in der Welt der Taktik die ersten Schritte wagen). Es geht nicht mehr darum, in einen Raum zu gehen, dort einen Angriff oder eine Verteidigungsaktion zu gestalten und anschliessend nach Hause zu gehen.

Ein Wort in aller Munde. Hybridität

Die Hybridität zwingt den modernen Entscheidungsträger, vor dem Entschluss eine breitere Auswahl an Entscheidungskriterien in Kauf zu nehmen.  Schutzaufträge sind somit eng mit Durchhaltefähigkeit, Infrastruktur, Nachschubwegen oder Kommunikationsinfrastruktur-Standorten sowie mit dem sogenannten Cyberspace und/oder Sensorwirkungsverbund verbunden. Weiter beeinflusst die zwingende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen staatlichen und/oder auch nicht staatlichen Akteuren den Entschluss. Kurz gesagt: Der Chef kann nicht mehr alleine entscheiden, trägt aber die Einsatzverantwortung. Eine oberflächliche Betrachtung der Logistik bzw. der Führungsunterstützung kann den Erfolg einer Operation stark einschränken.

Selbstverständlich war die Hybridität auch in der Vergangenheit ein Thema. In Bezug auf die bevorstehende Zukunft war das Spektrum des Einsatzfeldes mit der Steinzeit vergleichbar: keine entscheidende Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren, Eingrenzung zwischen Einsatzraum und Einsatzgebiet, tiefere Technologie und längere Reaktionszeiten. Ja, meine Herren, in Zukunft werden wir dies deutlich erkennen. Es ist mit einer disruptiven Situation zu vergleichen. Menschen, die den Trend der Entwicklung mitverfolgen und trotz der disruptiven Lage den Eintritt in die Welt 4.0 verstanden haben, werden die Bedeutung rasch erkennen und mögliche Lösungen oder Anpassungen schmerzlos vornehmen.

Dieser Artikel ist auch auf Armee-Logistik zu lesen (Armee-Logistik, März, Nr. 3, S. 12-14)

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Es eilt – vermeiden wir Zeitdruck

Die uns bevorstehende Digitalisierung der Gesellschaft (Wirtschaft, staatliche/nicht staatliche Akteure) und konsequenterweise des Gefechtsfeldes zwingt uns, unser Vorgehen zumindest zu reflektieren. Fanions, Tauben, Morsealphabet, Telefon, Packpapier, 5+2 usw. waren oder sind teilweise noch bewährte Mittel, um Aktionen zu planen und Prozesse effektiv und effizient zu steuern.

In einer Welt, in der es wichtig ist, rasch zu reagieren (unter der Notwendigkeit, sich Zeit zu nehmen), ist es überlebenswichtig, uns vor den bevorstehenden und unverzichtbaren Herausforderungen zu wappnen. Diejenigen, die die Fähigkeit besitzen, rasch und wirkungsvoll zu reagieren, haben mögliche Chancen, den Sieg zu deklarieren – „Amat Victoria Curam“. Der Begriff „rasch“ bedeutet hier die Fähigkeit, die Stärke der Digitalisierung und der Vernetzung zu Gunsten einer Strategie resp. einer Taktik voll und ganz ausnützen zu können.

Es geht nicht nur um eine Frage der Digitalisierung des Gefechtsfeldes. Das wird kommen, ob wir wollen oder nicht. Es geht auch nicht darum, zu denken, dass die Miliz dies kann oder nicht kann. Unser Milizsystem ist auch im Wandel der Zeit anders geworden. Digitalisierung heisst einfach: neue Chancen sowie Gefahren. Nein, es geht um die Einstellung der wichtigsten Ressource, die wir haben, nämlich der Menschen. Die besten Prozesse und Technologien nützen überhaupt nichts, wenn wir diese nicht wirkungsvoll einsetzen. Die Herausforderungen der nächsten Jahre  sind a) aus der Welt der Digitalisierung und Vernetzung das Beste herauszuholen, b) aus den Vorteilen der Revolution 4.0 unsere Prozesse anzupassen und c) die Einstellung der Chefs auf die neuen Technologien auszurichten. Nicht ausgeschlossen ist, dass Morsealphabet, Taube und Packpapier auch in Zukunft eine Rolle spielen werden.

Die künstliche Intelligenz im Dienst der Analyse

Die Revolution der Digitalisierung bietet nicht nur negative Aspekte, sondern auch Chancen. Big Data ist seit Jahren ein Thema. Der Mensch verfügt heute über fast unbeschränkte Daten. Die künstliche Intelligenz eröffnet der Menschheit neue Wege in der Analyse. Die Kombination der Analyse von Big-Data mit künstlicher Intelligenz kann nicht nur komplexe Aspekte untersuchen, sondern auch Resultate in eine kurze Zeit liefern. Eben Zeit gewinnen. Eine vernünftige Verwendung der Big-Data und die darauffolgende Analyse kann dem zuständigen Analytiker oder der Führungskraft Aspekte zeigen, die erst in Monaten, eventuell aber auch schon heute brauchen kann. Entscheid und Umsetzung wird aber immer beim Mensch bleiben. Das ist übrigens keine Theorie. Artificial Intelligenz ist eine Realität.

Es lebe die Logistik

Wenn der Leser das Gefühl hat, dass die Thematik Logistik in diesem Artikel in Vergessenheit geraten ist, ist das teilweise richtig. Die Logistik sowie alle anderen Bereiche einer Operation können nicht in Silos betrachtet werden, sondern nur als Gesamtsystem. Nur Fakten zu besprechen, ist einfacher, als Trends vorherzusehen. Das ist aber eine intellektuelle Herausforderung, die ich gerne annehme.

Ein vielzitierter Aphorismus besagt: „Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen.“

Im Folgenden sind einige Erwartungen oder möglichen Entwicklungen, schwergewichtig auf die Logistik bezogen, angeführt:

  • durchgängige Datenintegration durch aller Kommandostufen
  • interaktive, vielfältige und rasch verknüpfte Analyse der logistischen Bedürfnisse
  • Logistik, die nicht nur schnell Daten und Planungen erfassen kann, sondern mit konkreten Daten und möglichen Varianten bereits am Anfang der Aktionsplanung der Taktik dient
  • Durchgängigkeit durch die Stufen
  • Verbindlichkeit der Prozesse und Abläufe
  • Raschheit in der Erfassung bzw. Erteilung der Ereignisse

GehtNicht

Ist das nur eine reine Fantasie? Ja, vielleicht. Die Bücher von Jules Verne waren früher auch Science-Fiction. Wer verstehen will, hat verstanden. Manchmal habe ich das Gefühl, wir konzentrieren uns viel mehr über die möglichen negativen Folgen als auf die positiven Aspekte dieser Entwicklungen.

Hier der Link zum Artikel in pdf: Logistik 4.0

Beitragsbild: Alessandro Rappazzo | Source: rappazzo.org | CCO License

Grafik: rappazzo.org

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Quando Pareto diventa un minimalista

Già, la regola di Pareto dice: „che il 20% delle cause produce l’80% degli effetti quindi, ad esempio, il 20% dei vostri clienti genererà l’80% del fatturato e, ancora, il 20% delle vostre giacenze di magazzino costituirà l’80% del suo valore o, come scoprì l’economista e sociologo italiano Vilfredo Pareto nel 1897, il 20% della popolazione inglese possiede l’80% del denaro“. Ok, fino a qua tutto chiaro. Niente da ridire.

Sì può così anche dire, che una volta che si è svolto il 20% di un lavoro, abbiamo raggiunto l’80% di risultato. Mica male! Condivido in pieno. Il più delle volte, sono d’accordo con questo principio. La speranza è anche quella, che il famoso 20% di lavoro sia anche paragonabile ad un lavoro di qualità.

Ma come tutte le regole, dettate da buone ragioni, esiste anche la possibilità di un utilizzo – non proprio positivo – ai propri fini. Parlo dei fannulloni; parlo di persone che si accontentano solo di un certo risultato e dimenticano di cercare l’eccellenza. Parlo di quelle persone che antepongono i propri interessi personali a scapito della propria missione. Parlo di quelle persone che mirano solo ed esclusivamente alla propria carriera e che venderebbero – in un certo senso – la propria madre. Certo avere i propri obiettivi, voler raggiungere un determinato livello nella propria carriera è più che lecito. Nessuno lo mette in discussione.

L’eccellenza, cioè lavorare ancora per il rimanente 80% per colmare il 20% (uguale qualità-eccellenza) è un fattore da non dimenticare. Non ci si può sempre nascondere dietro „ehi, ho fatto il mio 20% e ho risolto l’80% del problema“. Non così non ci sto! Quindi – e forse mi posso anche sbagliare – io diffiderei di tutti quelli che si appigliano veementemente a questa regola, solo per giustificare – forse – un’accentuata propensione al minimalismo. Ma come sempre è una mia piccola opinione.

Beitragsbild: pexels.com | Source: Vedanti| CCO License

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