Gedanken für erfolgreiches Krisenmanagement

Um die immensen Herausforderungen zu bewältigen, sollen moderne Führungskräfte in der Lage sein, die folgenden drei Merkmale zu übertreffen oder zumindest die Bedeutung der nachfolgenden drei Merkmale zu verstehen: strukturieren, führen und kommunizieren.

Unsere Prozesse, agieren quasi als ein mentaler Butler, der uns Zeit verschafft und Kapazitäten freihält, um Agiles und Neues zu entdecken und so eine brauchbare Lösung zu erlangen.

A. Rappazzo, März 2020

Wir befinden uns in einer Krisensituation einige mehr, anderen weniger. Vor allem in Krisensituationen ist es besonders wichtig, nicht in Hyperaktivismus zu verfallen (Management durch Sofortmassnahmen). Kurz gesagt, wir brauchen einfache Prozesse, die uns bei konsequenter Anwendung helfen können, die Krise besser zu bewältigen.

In Kürze einige Überlegungen, die sich um mein Grundkonzept für ein erfolgreiches Krisenmanagement (bzw. Leadership) drehen:

Strukturieren

Wir wissen, dass die Schnelligkeit (Agilität, Flexibilität, …) des Handelns in einer Krise wichtig ist. Schnelligkeit bedeutet jedoch nicht, aus einem Impuls heraus zu handeln, indem man erstens in die Falle des „Managements durch Sofortmaßnahmen“ gerät. Um schnell zu sein, müssen wir an die Lösungsprozesse des Problems appellieren, in meinem Fall mit Hilfe der Führungstätigkeiten 5+2 der Armee.

Unsere Prozesse, agieren quasi als ein mentaler Butler, der uns Zeit verschafft und Kapazitäten freihält, um Agiles und Neues zu entdecken und so eine brauchbare Lösung zu erlangen.

Ein weiterer Faktor besteht darin, um jeden Preis in völliger Sicherheit handeln zu wollen, d.h., eine 100 % perfekte Lösung zu erlangen. Leider ist es ein Wunschdenken mit wahrscheinlich makabren Ergebnissen. Man muss sich mit einer Lösung begnügen, die wahrscheinlich 80% beträgt.

Führen

In einer Zeit wie der jetzigen, in der die Dezentralisierung der Aktivitäten und damit der Führung neue Herausforderungen eröffnet, ist es wichtig, dass sich alle Führungskräfte über die neuen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Verhalten der Mitarbeiter bewusst sind. Auch wenn wir uns voneinander entfernt haben, ist es unerlässlich, den Führungsrhythmus durch regelmäßige Sitzungen (über Skype oder andere Mittel) aufrechtzuerhalten.

Kommunizieren

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die Rolle der Kommunikation. In Zeiten der Unsicherheit und wahrscheinlich auch der Angst ist es wichtig, regelmäßig mit seiner Umgebung zu kommunizieren. Die Regeln des klassischen Journalismus „Was? Wo? Wann? Wer? Wie? Warum?“ und eine letzte Frage, die „Was jetzt (oder wie kann es weitergehen)?“müssen beachtet werden.

Schließlich ist es – schon jetzt – ratsam, sich auf die Krise nach der Krise vorzubereiten, und zwar mit einer einfachen Aktivität: Führen Sie ein persönliches Tagebuch, das alsdann für den Umgang mit dem KVP (Kontinuierliches Verbesserungsprozess) verwendet werden soll.

2020@rapigram

In Kürze

Nachfolgend fasse ich die wichtigsten Punkte zusammenfassen, die während einer Krise zu berücksichtigen sind:

  • Geschwindigkeit bedeutet nicht, dass man auf einen Impuls hin handelt.
  • Auch in der Krise, ist folgendes Prinzip zu befolgen: “ Ça urge de prendre le temps“.
  • Folgen Sie einem einfachen Prozess (z.B. 5+2).
  • Mehr Handlungsfreiheit dank unseres Butlers (5+2).
  • Einem Prozess zu folgen bedeutet nicht, Formulare perfekt auszufüllen, sondern alle Schritte intellektuell zu verfolgen.
  • Besser eine Lösung, die nicht vollständig, aber rechtzeitig ist, als eine perfekte Lösung außerhalb der Zeit.
  • Regelmässige und strukturierte Informationen.
  • Regelmässiger Führungsrhythmus.
  • Vorbereitung auf den KVP, durch ein persönliches Tagebuch.

Unsere geistige Einstellung führt uns regelmässig dazu, auf der negativen Seite einer Situation zu verweilen. Die Optimisten in Krisenzeiten werden meist als unverantwortlich angesehen. Ich bezweifle diese Annahme sehr. Deshalb ist es wichtig, neben den Risiken (dem traurigen Teil) auch die Möglichkeiten zu sehen, die uns später eine Verbesserung ermöglichen.

Ich bereite derzeit eine Liste vor, die meine Gedanken auf das Thema Führung konzentriert:

  • Überdenken der Ausbildungskonzepts in Bezug auf das Thema der Krise;
  • Förderung der Personalentwicklung;
  • Fördern von Telearbeit (Home-Office);
  • Bessere Nutzung der vorhandenen Technologie;
  • Die Krise öffnet ein Spektrum für kreative Lösungen (out of the box);
  • Überdenken der Philosophie der gleichzeitigen Besetzung mehrerer verantwortlicher Positionen;
  • Entscheidungswege sollen (auch dank der Digitalisierung) kürzer (und schneller) werden;
  • Analyse und Verbesserung des Konzepts des Fernverhaltens;
  • Beschleunigung der Stabsprozesse (Digitalisierung unter dem Prinzip 4P (Paper, Plastic, Pencil, Process)).

Diese wenigen Zeilen sind nicht als absolute Wahrheit zu interpretieren, sondern sind das Ergebnis meiner persönlichen Überlegungen und Erfahrungen, die ich lebe.

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