Lead by Example – Führen durch das eigene Beispiel

Man kann sagen, was man will. Man kann lernen, was man will. Ein altes Sprichwort sagt, alle Wege würden nach Rom führen. Für Chefs oder Ausbildner heisst es einfach: Führen durch das eigene Beispiel. Wir können so und so nicht wegschauen. Eine andere Wahrheit ist aber die, dass wir trotz unserer Bestrebungen, des Engagements und des leidenschaftlichen Vorgehens nicht immer bei allen beliebt sind. Wir werden auch nicht immer in der Lage sein, jede Unterstellte oder jeden Schüler zu begeistern oder vorwärtszubringen. Geschweige denn, was unsere Chefs denken. Es ist menschlich. Damit müssen wir umgehen.

Zu den Fehlern: Hand hoch, wer noch keine Fehler gemacht hat. Ein Chef, ein Ausbildner sollte auch dazu stehen, wenn er Fehler macht. Er soll so vorgehen, wie er ist, und er soll mit den besten Beispielen vorangehen. Und dazu gehört eben auch der Mut, Fehler einzugestehen. Schwach ist derjenige, der nur den Starken spielt. Es gibt aber auch etwas Positives, wenn vor uns ein schwacher oder zu selbstbewusster Chef oder Ausbildner steht. Wir können auch von ihm lernen, indem wir lernen, wie wir selber nie sein wollen.

Lassen wir die bereits geschriebenen Rezepte für gute Führer bzw. Ausbildner auf der Seite. Nehmen wir ein paar einfache und verständliche mögliche Vorgehen, mit dem Ziel „das Volk der Unzufriedenen“ zumindest zu verkleinern. Als Ausbildner oder Chef muss ich mich stetig weiterbilden. Klingt gut und einfach, ist aber in der Tat nicht so einfach. Ein anderer Aspekt ist das Prinzip des selber Zeigens: Was ich von den Leuten verlange, muss auch ich können. Weiter muss ich nicht nach dem Krieg der Power Points süchtig werden. So wenig als möglich, so viel als nötig. Die ideale Vorstellung wäre, ohne Power Point! Als Ausbildner bzw. Führer muss ich meine Beispiele unter dem Motto „ich/wir“ darlegen, wenn ich den Zuhörern die Inhalte übermittle. Der Vermittler ist wichtiger als der Beamer, da er „aus Überzeugung ein gemeinsames Ziel anstrebt“.

Neben den Weiterbildungen und den persönlichen Erfahrungen besteht auch die Anforderung, zusätzlich seinen Blickwinkel zu öffnen, z.B. mit ausgewählter Lektüre. Im Unterricht wäre auch wünschenswert, praktische und gezielte Beispiele aus der Aktualität zu übermitteln. Es gibt noch zwei Aspekte, die wir nicht vergessen dürfen. Der erste ist die Fähigkeit, wenig zu sprechen und mehr den Schüler zuzuhören, und der zweite die Fähigkeit, Fehler zuzugeben oder eine vernünftige Kritikkultur zu leben. Selbstverständlich ist der Ausbildner oder der Chef im Endeffekt derjenige, der die Verantwortung trägt. Das ist uns allen kristallklar.

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Ein Kommentar zu “Lead by Example – Führen durch das eigene Beispiel

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